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Screening

Kritischer Beitrag zum Mammographie-Screening im ZDF

Am 1.1.2012 ist im ZDF ein Beitrag ausgestrahlt worden, der über die unterschiedlichen Brustkrebsfrühkennungsmaßnahmen berichtet. Vor allem wurde über die Kernspintomografie (MRT) informiert und auf Studienergebnisse hingewiesen, die der MRT eine dreimal höhere Brustkrebsentdeckungsrate bescheinigen als der Mammographie.

Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es verschiedene Methoden gibt, um Brustkrebs zu erkennen. Jede hat ihren eigenen Wert, doch nur die Mammographie in qualitätskontrollierten Programmen eignet sich derzeit zum Screening.
Die Kernspin- oder Magnetresonanztomographie kommt zwar ohne Strahlenbelastung aus und liefert zum Teil sogar noch genauere Bilder als die Mammographie. Dafür produziert sie mehr unklare Befunde, die sich in der weiteren Abklärung als harmlos herausstellten. Damit erhöht sich die Zahl der falsch-positiven Befunde mit der Gefahr einer Übertherapie. Zudem ist das Verfahren sehr aufwändig. Deshalb gibt es weltweit kein Land, das MRT zur Früherkennung anbietet.
 
Die Magnetresonanztherapie als Untersuchungsmethode zur Früherkennung ist für Frauen mit einem nachweislich höheren Brustkrebsrisiko durch familiäre Vorbelastung zu empfehlen. Frauen mit einer Risikobelastung müssen in speziellen Zentren individuell betreut werden. Das ist klar zu trennen vom Mammographie-Screening-Programm, das sich als Früherkennungsuntersuchung an gesunde Frauen richtet. Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust. Ziel der Untersuchung ist es, Brustkrebs möglichst früh zu entdecken, um ihn noch erfolgreich und schonend behandeln zu können.
 
Den vollständigen Bericht des ZDF finden Sie unter folgendem Link: http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,8468309,00.html.

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