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Allgemeine und spezielle Schwangerschaftsvorsorge (Risikoschwangerschaften)

Individuelle Betreuung ist entscheidend. Egal, ob normale Schwangerschaft oder bei Risiken – bei uns sind Sie richtig.

 

Neben einer individuellen, hochqualifizierten Beratung erhalten Sie umfangreiches eigens für Sie konzipiertes Informationsmaterial in unserem Schwangeren-Portfolio.

 

Unsere speziellen Leistungen für Sie:

  • fachgebundene humanenetische Beratung
  • Risikoberechnung für Chromosomenstörung
  • Ersttrimester-Screening, frühe Ultraschallfeindiagnostik (www.fetalmedicine.com)
  • Chromosomenanalyse, indirekt durch das mütterliche Blut (cell-free DNA-Analyse)
  • Toxoplasmose- und Zytomegalietest
  • Schilddrüsentestung in der Frühschwangerschaft
  • Risikobewertung Präeklampsie
  • Sichere Geschlechtsbestimmung ab bereits 16 Schwangerschaftswochen
  • Zuckerbelastungstest (www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/mitteilungen/leitlinien/Gestationsdiabetes_EbLL_Endfassung_2011_08_11.pdf)
  • Schwangerschaftsdiabetesberatung
  • Ultraschallfeindiagnostik (www.degum.de)
  • Spezielle fetale Ultraschall-Herzdiagnostik
  • Fetomaternale Dopplersonographie
  • Diagnostischer 3D/4D-Ultraschall (HD-Live)
  • Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen
  • Akupunktur
  • Homöopathie

 

Schilddrüse und Schwangerschaft

Eine normal funktionierende Schilddrüse ist für einen unkomplizierten Ablauf einer Schwangerschaft enorm wichtig. Besonders aber für die Entwicklung des Nervensystems des Ungeborenen von entscheidender Bedeutung.

Sollte Ihre Schilddrüse keine ausreichende Hormonmenge produzieren, kann es zu einer vermehrten Fehlgeburtsneigung, einem erhöhten Risiko für eine sogenannte Präeklampsie (früher: „Schwangerschaftsvergiftung“), vermehrten Blutungen nach der Geburt und weiteren Störungen kommen.

Bei Ihrem Kind kann geistige und körperliche Entwicklungsverzögerung, niedriges Geburtsgewicht und sogar der Tod in den ersten Lebenswochen die Folge sein.

 

Schwangerschaft als Stresstest für die Schilddrüse

 

Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Schilddrüsenhormonen (und entsprechend an Jod) um etwa 50 % an. Eine gesunde Schilddrüse kann diesen Mehrbedarf decken, sofern eine ausreichende Jodversorgung gewährleistet ist. Frauen mit der Tendenz zur Schilddrüsenunterfunktion, die zuvor ausgeglichen war, oder aus Gegenden mit einem Jodmangel entwickeln im Verlauf der Schwangerschaft jedoch häufig tatsächlich einen Schilddrüsenhormonmangel.

Die durchschnittliche Jod-Aufnahme beträgt bei Erwachsenen zur Zeit in Deutschland etwa 150 µg/Tag und liegt somit an der unteren Grenze der WHO-Empfehlungen (>150 µg/Tag für Nicht-Schwangere). Da Schwangere einen täglichen Jodbedarf von etwa 250 µg/Tag haben, wird in der Schwangerschaft die zusätzliche Einnahme von 150 µg Jod pro Tag empfohlen (2,3). Dies gilt auch für Schwangere mit Autoimmunthyreoiditis.

 

TSH-Screening in der Frühschwangerschaft

 

TSH ist der empfindlichste Laborwert einer Schilddrüsenfunktionsstörung und als alleinige Untersuchung zu deren Ausschluss ausreichend. Ein generelles TSH-Screening im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge wird derzeit jedoch nicht vorgesehen.

 

Ein derartiges TSH-Screening in der Frühschwangerschaft wird vor allem empfohlen bei:

 

  • Verdacht auf Schilddrüsenfunktionsstörung (Müdigkeit, starke Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Herzrasen, Schwitzen, Unruhe, etc.)
  • Schilddrüsenerkrankung in der Eigen- oder Familiengeschichte
  • bestehender Struma (Kropf)
  • Alter > 30 Jahre
  • vorausgegangener Fehl- oder Frühgeburt
  • positivem Schilddrüsen-Antikörpernachweis (TPO-AK, TAK, TRAK betrifft 10-20 % aller Schwangeren)
  • nach Schilddrüsen-OP
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Autoimmunerkrankungen
  • nach Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich
  • aktueller oder bis zum Eintritt der Schwangerschaft durchgeführter Therapie mit Amiodaron oder Lithium
  • Body-Mass-Index > 40 kg/m2

Wir empfehlen Ihnen generell, auch bei fehlenden Risikofaktoren, diesen einfachen Test im Rahmen der allgemeinen Blutanalyse in den ersten 12 Wochen Ihrer Schwangerschaft durchführen zu lassen.

 

 

Ernährung - Gefahrenfaktor ROHMILCH

Rohmilch und Rohmilchprodukte enthalten, wie fast alle tierischen oder tierisch erzeugten Nahrungsmittel, Listerien. Daneben können aber auch zahlreiche andere grundsätzlich schädliche Bakterien, wie z. B. Escherichia coli, Salmonellen oder Tuberkelbakterien vorkommen. Rohmilchprodukte sind gekennzeichnet durch eine Verarbeitung bei einer Temperatur von nicht mehr als 40°C.

Die gefährliche Listeriose kann während der Schwangerschaft Infektionen verursachen, die zu Früh- oder Totgeburten, wie auch schwerwiegenden Neugeboreneninfektionen führen, die u. a. Behinderungen nach sich ziehen können. Auch die anderen Keime können zu erheblichen Erkrankungen bei Mutter und Neugeborenen führen.

 

Unter anderem deshalb müssen laut EU-Verordnung seit Januar 2006 Rohmilchprodukte als solches gekennzeichnet sein. Bei den Rohmilchkäseprodukten sind jedoch nicht alle Käsesorten von der Kennzeichnungspflicht betroffen. Weichkäse (Brie, Camembert, Feta, Limburger , Munster und Mozzarella) müssen deklariert werden, wenn sie aus Rohmilch hergestellt wurden.  Wenn auf der Verpackung der Hinweis „aus Rohmilch hergestellt“ oder bei französischem Käse „au lait cru“ zu finden ist, handelt es sich um einen Rohmilch-Käse. Verpackter Käse ohne diesen Hinweis wurde aus pasteurisierter Milch hergestellt. Bei unverpacktem Käse von der Käsetheke kann der Hinweis "aus Rohmilch" fehlen. Dann müssen Sie sich an das Verkaufspersonal wenden. Eine weitere Ausnahme ist der Hartkäse. Bestimmte Hartkäsesorten wie z.B. Le Gruyére, Appenzeller, Emmentaler oder einige Bergkäse werden aus Rohmilch hergestellt. Bei diesen Sorten muss dies aber nicht auf dem Etikett besonders gekennzeichnet werden.

 

Fragen sie deshalb zur Sicherheit immer beim Verkaufspersonal an der Käsetheke nach oder erkundigen Sie sich bei einem Käsehändler.

 

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