Wann ist ein IGeL-Ultraschall von Eierstöcken und Brust sinnvoll?

Das Thema Ultraschall als „IGeL-Leistung“ (also Untersuchungen, die man selbst bezahlen muss) wird oft hitzig diskutiert.

1. Ultraschall der Eierstöcke (Transvaginal)

Das Problem: Krankenkassen zahlen diesen Ultraschall zur Vorsorge meist nicht, weil es keinen wissenschaftlichen Beweis gibt, dass er die Sterblichkeit an Eierstockkrebs senkt, wenn man ihn flächendeckend bei jeder Frau macht.

Das Argument der Experten: Die reine Tastuntersuchung (die Kassenleistung ist) reicht oft nicht aus. Ein Tumor lässt sich meist erst ab einer Größe von 5 bis 7 Zentimetern ertasten. Der Ultraschall sieht Veränderungen viel früher.

Wann sinnvoll? Er dient oft als wichtige Ergänzung, um die Eierstöcke genauer zu beurteilen, auch wenn noch keine Symptome da sind. Die Fachgesellschaft (DEGUM) findet es kritisch, dass die Bildgebung erst bezahlt wird, wenn schon ein konkreter Krankheitsverdacht besteht.

2. Ultraschall der Brust (Mammasonografie)

Das Problem: Das offizielle Mammografie-Screening der Krankenkassen startet erst ab 50 Jahren. Jüngere Frauen fallen aus diesem Raster heraus, obwohl Brustkrebs auch in jungen Jahren vorkommen kann.

Wann sinnvoll?

• Für Frauen unter 50 Jahren.

• Für Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe (hier ist die Mammografie oft weniger aussagekräftig).

• Bei einem allgemein erhöhten Risiko.

Die Kehrseite: Mehr Untersuchungen können auch zu „falschem Alarm“ führen. Das bedeutet, es wird etwas Verdächtiges gefunden, das sich nach einer Gewebeprobe als harmlos herausstellt, was die Patientin unnötig belastet.

Das Fazit der Fachleute

Die Entscheidung für oder gegen eine solche Zusatzleistung sollte keine pauschale Geldfrage sein. Wichtig ist:

1. Individuelle Situation: Passt die Untersuchung zu meinem Alter und meinem persönlichen Risiko?

2. Qualität: Die Untersuchung sollte von qualifizierten Ärzten durchgeführt werden.

3. Aufklärung: Der Arzt muss über Vor- und Nachteile (wie den „falschen Alarm“) ehrlich informieren.

Kurz gesagt: Die Experten wünschen sich, dass diese Ultraschalluntersuchungen nicht einfach als „unnötige Privatleistung“ abgestempelt werden, sondern gezielt dort eingesetzt werden, wo sie medizinisch einen echten Mehrwert bieten.

Haben Sie zu einem dieser Bereiche – Eierstöcke oder Brust – spezielle Fragen bezüglich der Vorsorgeempfehlungen?

Referenzen

  1. Blume J, Drews M, Kalinowski I (im Auftrag des Medizinischen Dienstes Bund). IGeL-Bericht 2024: IGeL-Markt in Deutschland – Ergebnisse der Repräsentativbefragung 2024. https://www.igelmonitor. de/fileadmin/Downloads/Presse/2024_12_03_PK_IGeL_Report_2024/IGeLBericht_ 2024_lang.pdf.
  2. Menon U, Gentry-Maharaj A, Burnell M, Singh N, Ryan A, Karpinskyj C, Carlino G, Taylor J, Massingham SK, Raikou M, Kalsi JK, Woolas R, Manchanda R, Arora R, Casey L, Dawnay A, Dobbs S, Leeson S, Mould T, Seif MW, Sharma A, Williamson K, Liu Y, Fallowfield L, McGuire AJ, Campbell S, Skates SJ, Jacobs IJ, Parmar M. Ovarian cancer population screening and mortality after long-term follow-up in the UK Collaborative Trial of Ovarian Cancer Screening (UKCTOCS): a randomised controlled trial. Lancet 2021;397:2182-93. https://doi.org/10.1016/s0140-6736(21)00731-5.
  3. Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren“ – Langversion 6.0 2026. https://doi.org/10.1007/s12312-019-00671-4.
  4. Egger-Heidrich K. et al.: Langzeitnachsorge junger erwachsener Krebsüberlebender: Empfehlungen, Lücken und Perspektiven; Journal Onkologie 1/2026; S. 20.

Quelle: Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) „Besser vorsorgen mit Ultraschall – welche IGeL-Leistungen sind medizinisch sinnvoll?“, 17.03.2026

Studie zeigt 40 % höheres Sterberisiko durch verpasste Erst-Mammographie

Eine schwedische Langzeitstudie mit über 400.000 Frauen zeigt: Wer die allererste Einladung zum Brustkrebs-Screening (Mammografie) verpasst, trägt über die nächsten 25 Jahre ein deutlich höheres Risiko, an Brustkrebs zu sterben.

Die zentralen Erkenntnisse

• 40 % höheres Sterberisiko: Frauen, die nicht zum ersten Termin gingen, hatten ein um 40 % höheres Risiko, an Brustkrebs zu versterben, als Frauen, die teilnahmen.

• Gleiche Erkrankungsrate, anderes Ende: Interessanterweise erkrankten in beiden Gruppen fast gleich viele Frauen an Brustkrebs (ca. 7,7 %). Der entscheidende Unterschied war jedoch, wann der Krebs entdeckt wurde.

• Zu späte Diagnose: Bei Frauen, die das erste Screening schwänzten, wurde der Krebs oft erst entdeckt, wenn bereits Symptome auftraten. Das Risiko, dass der Krebs bei der Diagnose bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium (Stadium IV) war, war bei ihnen 3,6-mal höher.

• Einmal verpasst, oft verpasst: Die Studie zeigt auch ein psychologisches Muster: Wer zum ersten Termin nicht erscheint, nimmt statistisch gesehen auch an zukünftigen Vorsorgeuntersuchungen seltener teil (nur ca. 5 von 10 Terminen, während Teilnehmerinnen fast 9 von 10 wahrnehmen).

Warum ist das wichtig?

Die erste Mammografie scheint ein Schlüsselmoment zu sein. Sie legt oft fest, ob eine Frau auch in den folgenden Jahrzehnten regelmäßig zur Vorsorge geht

Das Fazit der Forscher: Ein einfaches Einladungsschreiben reicht oft nicht aus. Wenn eine Frau den ersten Termin verpasst, sollten Gesundheitssysteme aktiver reagieren – zum Beispiel durch Telefonanrufe oder automatische Ersatztermine –, um dieses vermeidbare Sterberisiko zu senken.

Kurz gesagt: Der erste Termin ist der wichtigste, da er die Weichen für eine frühzeitige Heilung stellt, falls man später tatsächlich erkrankt.

Quelle: Ma Z et al.: First mammography screening participation and breast cancer incidence and mortality in the subsequent 25 … BMJ. 2025 Sep 24:390:e085029. doi: 10.1136/bmj-2025-085029.

Treat with Yoga

Yoga & Frauengesundheit: Sanfte Unterstützung für Körper und Seele

Eine gynäkologische Diagnose – sei es Endometriose, Myome, Senkung & Inkontinenz oder eine onkologische Erkrankung – bringt oft nicht nur körperliche Beschwerden mit sich, sondern wirbelt auch das emotionale Gleichgewicht durcheinander. In der Praxis von PD Dr. med. Uwe Pöhls wissen wir: Medizinische Therapie und persönliches Wohlbefinden gehören zusammen.

Yoga kann hier Dein wertvoller Begleiter sein. Es geht dabei nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um das Wiederfinden der eigenen Kraft und inneren Ruhe.

Warum Yoga bei gynäkologischen Erkrankungen?

Yoga wirkt auf ganz unterschiedlichen Ebenen und kann dir helfen, dich in deinem Körper wieder „zuhause“ zu fühlen:

Schmerzlinderung: Sanfte, fließende Bewegungen können helfen, Verspannungen im Beckenraum zu lösen und chronische Schmerzen (z. B. bei Endometriose) zu lindern.

Stressabbau: Bewusste Atemübungen (Pranayama) senken das Stresslevel, was sich positiv auf das Hormonsystem und das Immunsystem auswirkt.

Neue Energie: Speziell bei tumorbedingter Erschöpfung (Fatigue) hilft sanftes Yoga, die Lebensgeister behutsam wieder zu wecken.

Vertrauen zurückgewinnen: Nach Operationen oder während einer Therapie hilft Yoga dir, die Verbindung zu deinem Körper achtsam neu aufzubauen.

Was erwartet Dich in den Yogastunden?

Die Einheiten sind speziell auf die Bedürfnisse von Frauen in besonderen gesundheitlichen Situationen zugeschnitten. Du musst kein „Profi“ sein – wir holen dich genau dort ab, wo du gerade stehst.

Achtsame Praxis: Fokus auf sanfte Dehnung und Mobilisierung.

Individuelle Anpassung: Wir achten auf deine aktuellen Grenzen (z. B. nach OPs oder bei liegendem Port).

Entspannung pur: Jede Stunde endet mit einer regenerativen Ruhephase, in der dein Nervensystem regenerieren darf.

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MFA / Pflegefachkraft für Onkologie (m/w/d) (Voll- oder Teilzeit)

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Therapiemanagement: Du bereitest Infusionen (Chemo/Immuntherapie) vor, überwachst diese sicher und bedienst Port-Systeme.

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Sicherheit: Unbefristeter Vertrag und attraktive Vergütung.

Entwicklung: Wir fördern deine Fortbildungen finanziell und zeitlich.

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Früheres Mammografie-Screening lohnt sich – medizinisch und wirtschaftlich 🎀

Eine neue Studie aus Kanada zeigt: Mammografie-Screenings ab 40 Jahren retten Leben und senken langfristig die Gesundheitskosten.

Durch frühere Diagnosen werden mehr Tumoren im Anfangsstadium erkannt, invasive Behandlungen reduziert und Todesfälle verhindert. Trotz höherer Anfangskosten spart intensiveres Screening Geld und kann bis zu 5 zusätzliche Todesfälle pro 1.000 Frauen vermeiden.

👉 Fazit: Früher hinschauen zahlt sich aus – für Patientinnen und das Gesundheitssystem.

Quelle: Wilkinson AN et al.: Cost-effectiveness of breast cancer screening using digital mammography in Canada. JAMA 2025 Jan.02; 8(1): e2452821.


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Wir freuen uns auf Dich.

Wir starten durch

Ab 1.9.2025 ist unser Team wieder mit vollem Einsatz für Eure Gesundheit am Start. Wir freuen uns auf Euch.

Praxisurlaub

Unsere Praxis ist vom 18.-29.8.2025 geschlossen.

Es vertritt uns in dringenden Fällen:

18.-22.8.25: Gynäkologie am Berliner Platz 6, Tel. 0931/52733
18.-20.8.25: Praxis Dr. Steuer-Escher, Spiegelstraße 2, Tel. 0931/13635
25.-29.8.25: Praxis Dr. Heuer, Dominikanerplatz 5, Tel. 0931/57777

Facharzt/Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Voll- oder Teilzeit (m/w/d)

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Senden Sie bitte aussagekräftiges Bewerbungsmaterial an Priv. Doz. Dr. Pöhls, persönlich, Kaiserstraße 26, 97070 Würzburg.